Neuigkeiten
04.03.2019, 14:27 Uhr
Auch Ex-Staatskanzleichef Kralinski geht auf Distanz zu Woidkes Landesentwicklungsplan
Ingo Senftleben: Der LEP-HR muss sofort gestoppt werden
Erst vor knapp fünf Wochen haben die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Michael Müller und Dietmar Woidke (beide SPD) den gemeinsamen Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion (LEP-HR) beschlossen. Dabei ignorierten beide die massive Kritik aus großen Teilen Brandenburgs, dass sich der LEP-HR maßgeblich an den Interessen Berlins ausrichte und Bedürfnisse Brandenburgs vernachlässige. 
Laut einem Zeitungsbericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom Montag, geht nun auch der Ex-Staatskanzleichef Brandenburgs, Thomas Kralinski (SPD), auf Distanz zur Landesentwicklungsplanung von Ministerpräsident Woidke. Brandenburgs CDU-Fraktionschef, Ingo Senftleben, wiederholte daraufhin seine Aufforderung den LEP-HR zu stoppen. „Kralinskis Einsicht kommt zwar spät, aber Teile seiner Vorschläge sind es wert besprochen zu werden. Dafür muss der LEP-HR aber sofort gestoppt werden. Noch kann Schlimmeres verhindert werden. Die einseitige Ausrichtung der Landesentwicklung am Berliner Umland schadet Brandenburg. Es ist höchste Zeit, dass auch Ministerpräsident Woidke das endlich einsieht.“

Senftleben warnte Woidke davor, ein doppeltes Spiel zu betreiben. Der Versuch, in der Regierung das eine zu tun, den Brandenburgern aber das andere zu erzählen, werde scheitern, so Senftleben. „Dietmar Woidke muss sich entscheiden. Entweder er schließt sich der Kritik an, oder er hält an seinem LEP-HR fest. Beides auf einmal geht nicht. Wir werden es Dietmar Woidke jedenfalls nicht durchgehen lassen, mal wieder so zu tun, als wäre er für sein Regierungshandeln nicht verantwortlich.“