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11.02.2019, 16:09 Uhr | Ingo Senftleben
Wir brauchen schnelle und faire Lösungen
Erneute Absiedlungen in Lauchhammer notwendig – Gesamtkonzept fehlt weiterhin
Am Freitag wurde durch Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und des Landkreises Oberspreewald-Lausitz bekannt gegeben, dass in Lauchhammer nach der Grubenteichsiedlung im Jahr 2014 erneut mehrere Gebäude nicht standsicher sind und bis zum Jahr 2022, teilweise sogar umgehend, verlassen werden müssen.
Grund für die Einsturzgefahr ist der steigende Grundwasserspiegel der den ehemaligen Bergbauflächen zunehmend die Festigkeit nimmt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Lausitzer Landtagsabgeordnete, Ingo Senftleben, äußerte sein Bedauern für die Betroffenen und forderte schnelle Unterstützung. "Für die betroffenen Familien, die Unternehmer und deren Mitarbeiter ist die Tatsache, dass sie ihre Wohnungen, Häuser und Firmen aufgeben müssen eine traurige Nachricht. Deshalb müssen wir helfen. Insbesondere das Land Brandenburg und der Bund stehen in der Pflicht, zusammen für schnelle und faire Lösungen zu sorgen. Wir müssen den Familien ein neues Zuhause geben und den Unternehmern und deren Mitarbeitern die Existenz sichern."

Senftleben erinnerte daran, dass die Problematik der sinkenden Festigkeit der Kippflächen seit Jahren bekannt sei. Es fehle aber nach wie vor eine grundsätzliche Regelung, um Umsiedlungen von Familien und Gewerbetreibenden mit finanzieller Unterstützung für die Betroffenen anzugehen. „Wir wissen um die Folgen des Bergbaus. Welche Gebiete betroffen sind, haben Gutachten längst nachgewiesen. Was wir brauchen ist ein Gesamtkonzept für Lauchhammer und andere betroffene Orte. Land, Bund und LMBV müssen einen Plan vorlegen, wie den Menschen, die auf den gefährdeten Flächen leben und arbeiten, geholfen werden soll. Wir müssen die Menschen und deren Eigentum schützen. Bei der Bergbausanierung muss deshalb das Prinzip "Erst die Pflicht dann die Kür" gelten.“